März 20, 2021

Das ist Beitrag 24/100 der #100DaysToOffload-Challenge. Mein Ziel ist, hier mindestens 100 Beiträge im Jahr 2021 zu schreiben. So möchte ich für mich das Bloggen zur Gewohnheit machen.

Während mein Sohn nebenan Yo-Kai-Watch Mangas liest und ich immer wieder lautes Lachen durch die Zimmerwand höre, habe ich heute Zeit, mich etwas mehr in der Welt von Sprachaufnahmen zu vertiefen, die ich mir neu erschließen möchte.

Es ist gerade ein schöner Trend, dieses Audio. Clubhouse etc. habe ich nach anfänglicher kurzer Begeisterung zwar nicht weiterverfolgt und bin wieder zum Hören von Podcasts zurückgekehrt, aber umso mehr wächst mein Wunsch, hier auch im Aufnehmen, Bearbeiten und vielleicht sogar Veröffentlichen endlich mal handfestere Anläufe zu unternehmen.

Meine Kollegin Johanna produziert seit längerer Zeit (ich glaube, etwa seit Corona-Beginn …) einen unternehmensinternen Podcast für die Kolleg*innen ihres Bereichs. Hier waren Kollegin Claudia und ich neulich für ein kurzes Interview eingeladen, das über Zencastr aufgenommen wurde. Hat Spaß gemacht – und mit ausgeschaltetem Video interessanterweise noch mehr. Während wir uns mit Videostream zu sehr auf Mimik und Gestik der anderen Gesprächspartner*innen verlassen haben und uns teilweise ins Wort fielen, weil Video und Audio dann eben doch nicht hundertprozentig synchron und latenzfrei übertragen wurden, fiel uns das Gespräch Audio-only leichter und ich hatte das Gefühl, wir übergaben uns die Antworten aufmerksamer und achtsamer.

Meine Kolleginnen Susanne und Claudia starten gerade ebenfalls mit ihrem Corporate Learning Podcast „Learnlust“ (der dann auch öffentlich publiziert werden soll) und ich darf an ihren Weg zur ersten Episode Anteil haben, Podcast-Titel und Logo mit überlegen, Probeaufnahmen vergleichen, Feedback geben und dabei zuschauen, wie ihr Audioequipment immer weiter aufgerüstet wird. Und gerade während ich diesen Text tippe entdecke ich auf Twitter, dass die beiden soeben ihre erste Episode im Kasten haben:

Ich freue mich schon sehr darauf, mit den beiden etwas Gemeinsames aufzunehmen. Vielleicht über Lernen beim Spazieren oder Lernen durch Schreiben … wir werden sehen.

Das von Claudia getwitterte „Einfach machen klappt nicht immer – aber sich auf den Weg machen schon!“ kann ich bestätigen. Ich bin aktuell in einer Situation, in der ich Anfang des Jahres mit diesem Weblog war: Die Hemmung, einfach loszulegen. Die Angst vor dem weißen Blatt … die Angst vor der Stille? Ganz ähnlich wie in diesem Weblog: Wenn die ersten Beiträge geschrieben, die ersten Sprachaufnahmen produziert sind, gerät der Stein ins Rollen … Stattdessen verkünstele ich mich aktuell noch mit dem Equipment …

Aktuell steht auf meinem Schreibtisch bereit für die ersten Stimmaufnahmen …

  • Dynamisches Shure MV7 Mikrofon am Rode PSA-1-Arm, angeschlossen über XLR. Toller, voller und körperlicher Klang, wenn ich nah genug dran bin. Der Pegelregler des Interface ist fast ganz aufgedreht. Das Lachen meines Sohns ist nicht mehr zu hören – nur meine Stimme.
  • MOTU M2 Interface (trägt zum Klang nicht bei, aber ich liebe die schönen, zitternden Pegelanzeigen!)
  • MacBook Air M1 (ideal, da kein Lüfter! Mich hat der in unerwarteten Momenten hochdrehende Lüfter meines dienstlichen Dell-Laptops so genervt, dass ich Audioaufnahmen wahrscheinlich nur noch auf dem Macbook machen werde)
  • Sennheiser Momentum 2 Kopfhörer (wahrscheinlich nicht ideal für neutrales Abhören, aber meine Allround-Lieblingskopfhörer für alle Lebenslagen …)
  • Heute habe ich mit der Software Garageband aufgenommen, weil sie halt kostenlos auf dem Mac dabei war … aber wahrscheinlich werde ich in den nächsten Tagen mal das brandneue Ultraschall 5 mit Reaper ausprobieren, von dem ich schon so viel Spannendes gehört habe. Habe davon aber noch nicht die allergeringste Ahnung, sondern nur die Erwartung, dass ich darüber und über Studiolink dann auch einfach Dialoge mit remote zugeschalteten Gesprächspartner*innen aufzeichnen kann. Früher im Studium habe ich mit Protools gearbeitet, das mir damals sehr gut gefallen hatte. Aber eigentlich ist mir das alles viel zu kompliziert, denn ich möchte im ersten Schritt ja ’nur‘ Sprache und Dialoge aufzeichnen und schneiden und mich (noch) nicht in Soundkompositionen vorwagen. Wobei … während ich das niedertippe, bekomme ich Lust … aber nicht alles auf einmal! Vielleicht später …
  • Für Situationen, in denen ich mich bewege und den Luftraum vor mir nicht einem Mikrofon blockiert haben möchte, habe ich testweise mein altes Sennheiser ME66/K6 Kondensatormikrofon angestöpselt und in größerem Abstand positioniert. Das war früher mein Universalmikrofon für das Drehen von Videos. Es ist so empfindlich, dass ich meinen Sohn durch die Zimmerwand deutlich höre. Meine Stimme klingt schärfer und flacher, aber sehr klar. Für Videos und die genannten Situationen in Bewegungen sicher brauchbar, zumal mein Raum dank vieler Bücher an den Wänden kaum hallt. Für Podcasting aber kein Vergleich zum Shure MV7.

Was habe ich vor? (… Du hast vielleicht schon gemerkt, dass ich die meine -Beiträge gerne nutze, um für mich selbst aufzuschreiben, was meine nächsten Schritte sein könnten):

  1. Heute Abend vielleicht mal in die Releaseparty von Ultraschall 5 reinschnuppern und gucken, wie diese Podcast-Nerds generell so drauf sind 😉
  2. Entscheidung zum Aufnahmetool treffen (ein paar Tutorials zu Garageband und Ultraschall anschauen, auch noch einmal über Logic oder das alte, geliebte Protools nachdenken, und mich dann für ein Tool entscheiden und darin weiter vertiefen).
  3. Mich mit den Möglichkeiten für Remote-Aufnahmen vertraut machen (Zencastr, Studiolink oder wie sie alle heißen …).
  4. Bei einer der nächsten Folgen von Claudias und Susannes #Lernlust teilgeben, wenn Sie mich einladen 😉
  5. Hier für dieses Blog ein paar Audio-Beiträge recorden.
  6. Meinen ersten Gast finden, mit dem ich ein gutes Gespräch aufzeichne.
  7. Mich mit dem Thema Publikation beschäftigen. (Großes Fragezeichen bisher. Anchor.fm?)
  8. Ganz ganz viel Austausch zum Thema beim Audio-only Barcamp #audiobc21 Ende April.
  9. Vielleicht einen Podcasting-Kurs bei Leonid Lezner oder bei Ingo Stoll (dessen Audiografien Podcasting noch einmal auf ein ganz neues Level hebt …) buchen.
  10. Mich nach vielen Jahren Pause erneut mit dem Thema Soundgestaltung beschäftigen. Ich liebe Audio-Atmosphäre und die Stimmung, die wir dadurch mit einfachen Zutaten erzeugen können (Damals, im Studium, war ich darin schon mal ganz fit und begeistert und ich glaube, es braucht nicht viel, daran wieder anzuknöpfen. Ich erinnere mich, wie ich mit Mikrofon und DAT-Recorder durch die Stadt gelaufen bin und Atmo für meine Videos gesammelt und dann in Protools abgemischt habe. Das klingt nach einer perfekten Beschäftigung für den nächsten Corona-Sommer …)

#100DaysToOffload: Wenn Du wissen willst, warum ich diesen seltsamen Hashtag so oft verwende, lies Dir gerne die Erläuterungen zur Challenge auf https://100daystooffload.com/ durch. Vielleicht hast Du auch Lust, mitzumachen?

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