Mai 23, 2022

Am Dienstag und Mittwoch steigt endlich wieder eine neue Auflage meines absoluten Lieblingsbarcamps, des Corporate Learning Camp !

Damals auf dem habe ich, angestoßen durch Karlheinz Papes institutionalisierte „Twitter als Lernbooster“-Session, mit dem Twittern begonnen.

Für einige Jahre war Twitter meine bevorzugte und vertraute Plattform. Gerade im Kontrast zu LinkedIn genoss ich den schnellen, spontanen und vergleichsweise ungefiltert wirkenden Austausch.

In den letzten Monaten hat sich etwas verändert. Ich spüre, dass mich Tweets zu bestimmten Themen vermehrt triggern (habe ich dazu noch keine stabile, harmonische Echokammer gefunden?) oder ich ins Doomscrolling rutsche.

Ich achte mehr auf meine Social Media Hygiene, habe die LinkedIn- und Twitter-Apps vom Smartphone gelöscht und denke darüber nach, wann ich die Plattformen besuche und mit welchen Themen ich mich beschäftige. Das klappt, nunja … leidlich.

Als mit dem Twitter-Übernahmevorhaben von Elon Musk mal wieder der Ruf nach Alternativen laut wurde, folgte ich dem Hype und reaktivierte meinen Mastodon-Account, den ich vor einiger Zeit angelegt, dann aber schon fast vergessen hatte. Und ein Mastodon-Client hat anstelle der LinkedIn und Twitter-Apps einen Weg auf mein Smartphone gefunden.

Bisher dachte ich, Mastodon sei halt einfach ein dezentralisiert aufgebauter, quelloffener und gemeinnütziger Microblogging-Dienst (alles schon Gründe, ihn drölfmal sympathischer als Twitter zu finden) mit leider deutlich weniger Anwender:innen (davon aber viele Nerds?) und einer etwas verwirrenden Oberfläche (aber wer hatte sich schon auf Anhieb in Twitter zurechtgefunden?).

In den letzten drei Wochen habe ich aber viele Aspekte von Mastodon entdeckt, die mich glauben lassen, dass … auch über die Gemeinnützigkeit, Dezentralität und Quelloffenheit hinaus … Mastodon das viel bessere soziale Netzwerk sein kann, weil sich die Menschen darin viele gute Gedanken machen, wie gesunde Kommunikation in sozialen Netzwerken abläuft und was wirklich wertvolle Aspekte in der Vernetzung mit vielen zuvor fremden Menschen sind.

Jetzt habe ich die Hoffnung, dass sich Mastodon (und das Fediverse im Allgemeinen) weiter etablieren.
Ganz konkret: Die Hashtags (bzw. die der vergangenen Corporate Learning Camps), und , die ich in anderen sozialen Netzen nutze, um Menschen aus der Corporate Learning Community zu finden, sind bei Mastodon noch nicht verbreitet. Das möchte ich mit euch ändern!

Deshalb wird meine Session am Dienstag auf dem lauten:
Mastodon als Lernbooster! Erste Erfahrungen.
(Sie findet 16:45-17:30 im blauen Raum in Hamburg statt … und natürlich hybrid, was ich ziemlich aufregend finde …)

Ein paar Themen und Fragestellungen, die wir diskutieren könnten:

  • Was ist Mastodon und das Fediverse überhaupt und wozu sollte ich mich damit beschäftigen?
  • Wie komme ich rein … und was sollte ich bei den ersten Schritten beachten?
  • Hilfreiche Erläuterungen und Tipps und Tricks
  • Wenn ich Twitter schon kenne … was ist bei Mastodon aus welchen Gründen anders?
  • Welche Verhaltensweisen der Menschen in Mastodon habe ich schätzen gelernt?
  • Aus welchen Gründen glaube ich, dass Mastodon unser Lernen mit anderen Menschen beflügeln kann … teilweise noch viel besser als Plattformen, die mit einem sortierenden Algorithmus arbeiten?
  • Wie wird gute und gesunde Kommunikation bei Mastodon gefördert?
  • Algorithmische Echokammern vs. nicht-algorithmische Serendipity
  • Wie könnten organisationseigene, halböffentliche (?) Mastodon-Instanzen das Lernen in Organisationen verbessern?
  • Hässliche Seiten und Gefahren von Mastodon oder ähnlichen Konzepten

Ich bin selbst sehr gespannt, wie sich Mastodon generell und persönlich meine aktuelle Faszination daran entwickeln wird und würde mich sehr freuen, ein bisschen davon an euch weiterzugeben und mit euch weiterzuentwickeln!

Bis morgen auf dem !

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