Januar 10, 2021

Das ist Beitrag 5/100 der #100DaysToOffload-Challenge. Mein Ziel ist, hier mindestens 100 Beiträge im Jahr 2021 zu schreiben. So möchte ich für mich das Bloggen zur Gewohnheit machen.
Ich gebe zu: Ich bin etwas gestresst. Das Schreiben der Beiträge geht mir noch nicht so leicht von der Hand, wie es in meine verfügbare Zeit passt – und hält mich z. B. vom Lesen ab. Und dabei bin ich derzeit noch im Urlaub. Nächste Woche beginnt ein neues Arbeitsjahr. Aber ich hoffe (und bin optimistisch .. denn ein erster Gewöhnungseffekt stellt sich schon ein, und ich bin ja erst beim 5. Beitrag), dass das Schreiben dann noch mehr zur Routine wird und ich vielleicht mehrere Themenideen parallel skizziere, die ich dann nur noch ’niederschreibe‘.

Als unser Sohn und ich heute früh zum Bäcker spazierten, lernte ich, wie derzeit bei fast jedem Spaziergang, meine Lektionen zu Pokémon-Charakteren und deren Superkräften. Auch wenn mich damit leider weniger verbindet, als ich mir wünschte, und es Anstrengung kostet, der Fülle an Typenbezeichnungen Aufmerksamkeit zu schenken, bin ich immer noch erschöpft fasziniert, mit welcher Namens-, Beschreibungs- und Detailfülle unser Sohn das Pokédex besingt.

Auf dem Rückweg vom Bäcker änderte sich etwas. Plötzlich rückten Straßen, Autos, Mülleimer und andere Dinge, die uns auf dem Weg begegneten, ins Zentrum unser beider Aufmerksamkeit und wurden mit Monsterkräften ausgestattet. Mit ähnlich lexikalischer Akribie kämpften nicht mehr Deponitox und Sleimok, sondern Die Würgende Straßenviper (Hypnotisiert Dich! Zerteilt das Land in Einzelteile! Hat die größte Reichweite!) und Der Müffelnde Müll Kong gegen das Gute und Schöne um uns herum.

Eben nahm ich die Enzyklopädie dieser Gefahren zur Hand: Die Scheußliche Saure Nessie, Der Rüpelhafte Rodungsriese, Der Brechreizerregende Smogosaurus oder Der Kolossale Fettklops (zu dem ich dann noch ernannt wurde) sind „Unheimliche Umweltmonster“ aus dem gleichnamigen Bilderbuch von Marie G. Rohde.

Umweltkrisen werden darin fantasievoll und mit einem kindbezogen-erleichterndem Maß an dramatischer Albernheit beschrieben, seitenfüllend in ihrem Habitat illustriert und in der Art von Sammelkarten gelistet. Jede Monsterkarte beschreibt nicht nur Name, Entdeckung, den bevorzugten Lebensraum und enthält eine „Desastrometer-Skala“, sondern auch die Aktionen, die wir ausführen können, um das Monster zu stärken oder zu schwächen. Das sind konkrete Verhaltensweisen (Radfahren oder zu Fuß gehen schwächt Die Urbane Zementechse), teilweise aber auch recht allgemeine Hinweise („Untätigkeit und ein Hoffen, dass die Wissenschaft Die Urbane Zementechse vertreibt“, stärkt sie nur).

Das Buch hilft mir sehr, mit meinem Sohn unsere Umweltkrisen zu besprechen und dockt erfreulich an seiner Sammelkarten- und Monsterspezifikationsbegeisterung an, ohne mich dadurch abzuschrecken. Und es schärft den Blick darauf, welche Monster an jeder Ecke lauern. Auch auf dem Weg vom Bäcker nach Hause …

Next Level: Ein Pokémon Go Mod, um Umweltmonster mit dem Smartphone zu jagen … 😉

#100DaysToOffload: Wenn Du wissen willst, warum ich diesen seltsamen Hashtag so oft verwende, lies Dir gerne die Erläuterungen zur Challenge auf https://100daystooffload.com/ durch. Vielleicht hast Du auch Lust, mitzumachen?

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